Das Phänomen Conor McGregor

by Remo ~ Dezember 30th, 2015

Das Phänomen Conor McGregor

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Wenn wir über das Jahr 2015 reden, kommen wir an einer Person einfach nicht vorbei.

Conor McGregor…

Niemals zuvor hat je ein Kämpfer in so kurzer Zeit soviel Staub aufgewirbelt wie der streitbare Ire. Niemals zuvor hat ein UFC-Fighter für soviele Kontroversen sowohl unter den Fans als auch unter den Kämpfern selbst gesorgt und niemals zuvor hat jemand in der UFC einen Titelkampf in 13 (in Worten Dreizehn) Sekunden gewonnen.

Der kometenhafte Aufstieg McGregors ist zweifellos eng verknüpft mit der Stagnation des Federgewichts in den letzten Jahren. Ein alles dominierender Jose Aldo ist durch das Feld der Herausforderer geglitten wie ein heisses Messer durch ein Stück Butter. Aldo war jahrelang DER Dominator der Gewichtsklasse und im Grunde ging es für alle anderen nur mehr um den Titel „best of the rest“. Sportlich ist Aldo ohne jeden Zweifel ein Ausnahmeathlet. Allerdings ist eben auch Schatten, wo Licht ist und so war der eher dröge, introvertierte und fast schon langweilige Jose Aldo schwierig zu vermarkten. Seine fehlenden Kenntnisse der englischen Sprache taten sein Übriges und so fristete das Federgewicht und allen voran sein Regent Jose Aldo eine Art Schattendasein.

Als plötzlich ein großmäuliger Ire die Bühne betrat und mit seinen verbalen Donnerschlägen das Federgewicht quasi mit der Bratpfanne unsanft aus seinem Dornröschenschlaf holte, muss er Dana White vorgekommen sein, wie der Messias in Sachen Vermarktbarkeit. Plötzlich interessierte sich jeder für das Federgewicht. Conor McGregor hob den Trashtalk ebenso auf ein neues Level wie die PPV-buyrates und die Ticketverkäufe. Darüberhinaus sagte er die Art und Weise seiner Siege inklusive der Runde, in der er gedenkt, seinen Gegner auszuknocken, voraus. Und das verrückte daran war; er behielt meistens Recht. Sowas hatte die MMA-Welt in dem Maße noch nicht gesehen. Wurde er anfangs noch von seinen Konkurenten belächelt und argwöhnisch beäugt, so konnte er sich im Laufe der Zeit durch seine sportlichen Leistungen zwar bestimmt nicht deren Sympathien erarbeiten, wohl aber deren Respekt.

Und so kam es, dass McGregor Ende des Jahres Jose Aldos Regentschaft in sagenhaften 13 Sekunden beendete und sich nun zum König des Federgewichts krönen konnte. Und wer hat auch das vorausgesagt? Genau!

Man kann McGregors Art mögen oder nicht, aber man muss eins eingestehen;
2015 war eindeutig das Jahr des Conor McGregor und er könnte das im Jahr 2016 sogar noch toppen, wenn er sich, wie angekündigt, auch den Titel im Leichtgewicht holt. Man darf gespannt sein.

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