UFC 194 Review

by Remo ~ Dezember 13th, 2015

UFC 194 Review

Vorab folgendes an die Adresse der ranfighting-Redaktion. Viele Leute haben 15 Euro für diesen Event bezahlt. Dass man es eine Stunde ab Beginn der Maincard nicht schafft, einen funktionierenden Stream auf die Beine zu stellen, ist ein Armutszeugnis und an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Die Wut in der MMA-Gemeinde ist gross und ganz sicher hat dieser Fauxpas viele künftige PPV-Verkäufe gekostet. Vielleicht sollte man die technische Umsetzung beim nächsten Mal nicht dem Praktikanten überlassen. Positiv sei bemerkt, dass man, als es dann mal funktionierte, auch den Originalkommentar von Rogan/Goldberg anwählen konnte…

Nun zum Event

Mit grosser Spannung und Vorschusslorbeeren erwarteten MMA-Fans auf der ganzen Welt die Veranstaltung, die ohne Frage vom Kampf von Jose Aldo gegen Conor McGregor getragen wurde. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Die Maincard begann mit einer soliden Vorstellung von Max Holloway, der Jeremy Stephens klar nach Punkten besiegen konnte und sich mit seinem nunmehr 8. Sieg in Folge in den Ranglisten wieder in eine Top-Position bewegt.

Darauf folgte ein sehr interessantes Matchup der 2 BJJ-Blackbelts Demian Maia und Gunnar Nelson, was erwartungsgemäß zu einem echten Leckerbissen für alle BJJ-Fans wurde. In einem High-Level-Jiu Jitsu-Gefecht dominierte Demian Maia Gunnar Nelson und gewann klar nach Punkten. In diesem Fight sah man einen weltklasse-BJJ`ler, der von dem vielleicht besten BJJ`ler besiegt wurde, der je ein Oktagon betreten hat.

Als nächstes standen sich Yoel Romero und „Jacare“ Souza gegenüber. In einem hart umkämpften Gefecht hatte letztlich Yoel Romero mit einer knappen Split Decision das bessere Ende für sich und hat mit diesem Sieg seinen Anspruch auf einen Titelkampf im Mittelgewicht untermauert.

Co-Main Event: Chris Weidman vs Luke Rockhold

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Im Co-Main Event wollte nun der ungeschlagene Chris Weidman seinen Titel gegen Luke Rockhold verteidigen. Rockhold jedoch war spätestens ab Mitte der 1. Runde der bessere Mann, kam immer wieder mit harten Kicks ins Ziel und setzte Weidman mit schwerem Groundandpound zu, der am Ende der 3. Runde schwer gezeichnet in seine Ecke wankte. Was sich die ersten 3 Runden andeutete, fand sein Ende schliesslich in der 4. Runde, als Rockhold mit hartem GNP den Abbruch des Kampfes bei 3:12 min erzwang und sich völlig verdient zum neuen Champion im Mittelgewicht krönen konnte.

MMA-inside beglückwünscht den neuen MW-Champ Luke Rockhold.

Main Event: Jose Aldo vs Conor McGregor

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Bedauerlicherweise stand dieser Kampf bereits im Vorfeld zu Unrecht im Schatten des Fights, dem MMA-Fans weltweit schon seit Anfang des Jahres entgegen gefiebert haben. Hauptgrund dafür waren zweifellos die Scharmützel, mit denen Conor McGregor sowohl die Erwartungshaltung als auch die PPV`s in astronomische Höhen getrieben hat. McGrgegor polarisiert. Viel ist im Vorfeld geredet worden von und über Conor McGregor. Letztlich kann man ihn mögen oder nicht. Was man konstatieren muss, ist, dass der großmäulige Ire mit seiner schillernden und extrovertierten Art eine Aufmerksamkeit auf das Federgewicht gelenkt hat, wie es sie noch nie vorher gab. Leider leider leider muss man sagen, hielt der Kampf, im Gegensatz zur restlichen Veranstaltung, den utopischen Erwartungen nicht stand.

Kurz nach Beginn des ersten Gongs attackierte Aldo McGregor, fing sich prompt den ersten Konter in Form eines linken Hakens ein, der ihn umgehend zu Boden schickte. McGregor landete noch 2 Hammerfists auf den halb bewusstlosen Aldo, bevor Referee John McCarthy den Kampf stoppte und die Uhr sagenhafte 13 Sekunden anzeigte.

Damit gewann Conor McGregor nicht nur den Titel im Federgewicht, er schnappte sich mit diesem 13-Sekunden-Sieg ausserdem auch noch Ronda Rouseys Rekord (14 Sek) für den schnellsten Titelkampf der UFC-Geschichte. Ähnlich wie bei Rouseys 14 Sekunden-Sieg über Cat Zingano bleiben auch hier allerdings noch Fragen offen, weil ein wirklicher Kampf gar nicht erst zustande kam. Insofern wäre ein Rematch eine tolle Geschichte für alle Fans.

Nichtsdestotrotz verdient Conor McGregor Respekt für seinen Sieg, der hier auch nicht geschmählert werden soll. Auch wenn ich nicht gerade zu den heissesten McGregor-Fans gehöre, gebietet es die sportliche Fairness, ihm auch für diesen Sieg zu gratulieren.

Congratulations an den neuen Champion im Federgewicht Conor McGregor!

Frankie wetzt bereits die Messer. 😉

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