UFC 187

by Remo ~ Mai 21st, 2015

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UFC 187

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist es also endlich soweit.

Im MGM Grand Garden in Las Vegas, dem Mekka aller UFC-Fans, wird es einen echten Leckerbissen für alle MMA-Anhänger geben.

Schaut man sich die Fightcard an, kann man nur mit der Zunge schnalzen. Mit einer so exzellent besetzten Card konnte Dana White lange nicht mehr aufwarten.

Mit 3 Kämpfen, von denen jeder einzelne auf einer anderen Veranstaltung selbst der Main-Event wäre, erwartet die UFC-Fans ein echtes Highlight.

LHW-Championship

Daniel Cormier vs Anthony „Rumble“ Johnson

Da hätten wir natürlich den Kampf um den vakanten Titel im LHW zwischen Daniel Cormier und Anthony „Rumble“ Johnson. Cormier hat sich mit Siegen gegen Josh Barrnett, Jeff Monson, „Bigfoot“ Silva, Frank Mir, Roy Nelson und Dan Henderson in relativ kurzer Zeit eine ansehnliche Vita erkämpft, auch wenn er den hohen Erwartungen gegen Jon Jones nicht ganz gerecht werden konnte.

 

Auf der anderen Seite hätten wir Anthony Johnson, der mit zuletzt 9 Siegen in Serie seinen Anspruch auf den Titelkampf angemeldet hat. Insbesondere die Art und Weise, in der er Alexander Gustafsson förmlich überrollt hat, war schon unglaublich beeindruckend.

Prognose:

Die Vorzeichen sind relativ klar. Obwohl Cormier selbst sehr gute Striking-Fähigkeiten hat, muss man konstatieren, daß Johnson schon noch der explosivere „Boxer“ der beiden ist und momentan wohl der gefürchtetste Striker im MMA. Daher scheint es naheliegend, daß sich „DC“ nicht auf einen Kampf im Stand einlassen wird und stattdessen versucht, den Fight im Clinch oder am Boden zu kontrollieren. Denn am Boden ist Johnson anfällig. 3 seiner 4 Niederlagen kamen durch Rear Naked Choke zustande. Wenn man also eine Schwachstelle bei „Rumble“ festmachen will, dann wohl am ehesten diese. Der Schlüssel wird sehr wahrscheinlich in den Takedowns liegen. Je öfter bzw länger es Cormier gelingt, den Kampf auf den Boden zu bringen und ihn dort zu halten, desto höher sind seine Siegchancen. Schafft es Johnson allerdings, DC`s Takedowns zu vermeiden und einen „Boxkampf“ zu erzwingen, hat er die besseren Karten.

Fazit: Ich sehe leichte Vorteile bei „Rumble“ Johnson.

 

Middleweight Championship

Chris Weidman vs Vitor Belfort

Damit sind wir auch schon beim zweiten Titelkampf des Abends. Nach langer langer Zeit befindet sich der Mittelgewichtsgürtel nicht mehr im Besitz von Anderson Silva. Seine schier unglaublich überlegene Regentschaft wurde vor nunmehr fast 2 Jahren von Chris Weidman beendet, der zudem noch Siege gegen Lyoto Machida, Mark Munoz und Demian Maia im Kampfrekord stehen hat und bisher in all seinen 12 Kämpfen unbesiegt ist.

Sein Gegner an diesem Abend wird Vitor Belfort sein. Was soll man eigentlich über Belfort noch schreiben? Er ist eine lebende MMA-Legende und ein Phänomen. Belfort kämpft mittlerweile seit unglaublichen fast 20 Jahren auf allerhöchstem Niveau. Sucht man ein Who is who des Sports, muss man sich nur Vitors Kampfrekord anschauen. Von Randy Couture, Wanderlei Silva oder Kazushi Sakuraba über Chuck Liddell, Heath Herring, Tito Ortiz und Alistair Overeem bis hin zu Dan Henderson, Rich Franklin, Anderson Silva, Anthony „Rumble“ Johnson, Jon Jones und Michael Bisping. Belfort hatte sie alle vor den Fäusten. Zuletzt präsentierte sich der MMA-Veteran wieder in bestechender Form und ist mit seinem gefährlichen Striking selbst im Spätherbst seiner Karriere noch immer in der Lage, jeden zu besiegen.

Prognose:

Auch hier könnte der Qualitätsunterschied im Striking von entscheidender Bedeutung werden. Beide sind Black Belts im BJJ und somit am  Boden ähnlich stark. ABER…Vitor Belfort war und ist ein sehr gefährlicher Striker. Weidman ist dahingehend zwar auch solide, aber nicht auf Vitors Level. Ich denke, wenn Belfort gut vorbereitet und konzentriert in den Kampf geht, wird sich seine Erfahrung und sein besseres Striking am Ende auszahlen und er darf sich im „biblischen“ Alter von 38 Jahren nochmal einen WM-Gürtel um die Hüften schnallen.

Fazit: „And the new………………Vitoooooooooor Beeeelfoooooort.“

 

Travis Browne vs Andrei Arlovski

Hier hätten wir einen überaus interessanten Kampf im Schwergewicht. Zum einen wäre da Travis Browne. Browne gehört seit geraumer Zeit zum elitären Kreis derer, die an Cain Velasquez` Thron zu rütteln versuchen. Ohne Frage hat er auch die Fähigkeiten dazu und hat sich mit Siegen gegen Gabriel Gonzaga, Alistair Overeem, Josh Barnett und Brendan Schaub eindrucksvoll in diese Position hinein manövriert.

Ihm gegenüber wird Andrei Arlovski stehen. Arlovskis Kämpfe sind aus einem etwas ungewöhnlichen Grund stets spannend, denn er kann an einem guten Tag jeden ausknocken, an einem schlechten Tag aber auch von jedem ausgeknockt werden. Seine Karriere kann man als ziemlich durchwachsen bezeichnen. Siegen gegen Roy Nelson, Ben Rothwell und Fabricio Werdum stehen Niederlagen gegen Ricco Rodriguez, Pedro Rizzo, Tim Sylvia, Fedor Emelianenko, „Bigfoot“ Silva, Brett Rogers und „Rumble“ Johnson gegenüber. Zuletzt allerdings bewies er aufsteigende Form und konnte sich mit Siegen gegen Brendan Schaub und Antonio Silva wieder ins Rampenlicht kämpfen.

 

Prognose:

Schwer vorhersehbar, denn in Arlovskis Kämpfen liegt stets ein KO in der Luft, wenn auch nicht immer zu seinen Gunsten. Wahrscheinlich wird der Kampf hauptsächlich im Stand stattfinden, da beide dort ihre Stärken haben.

Fazit: Ich tendiere zu Travis Browne, da er einfach konstanter kämpft als Arlovski.

Voller Vorfreude auf den Event wünsche ich mir, daß die Fightcard hält, was sie den Ansetzungen zufolge verspricht. Hochklassige und spannende MMA-Kämpfe. Dann nämlich wird es in jedem Fall, unabhängig vom Ausgang der Kämpfe, nur Gewinner geben…und zwar die Zuschauer.

 

 

 

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