UFC oder Pride? Teil 1(inkl. Video)

by Remo ~ Mai 4th, 2015

UFC oder Pride? Teil 1 (inkl.Video)

Das Schwergewicht

Ist die UFC heute quasi Monopolist im Bereich der MMA-Organisationen, so hatten Dana White und Co in den Jahren 1997 bis 2007 ernst zu nehmende Konkurrenz in Fernost in Form von Pride FC.

Ausverkaufte Arenen mit bis zu 90000 Zuschauern. Kämpfer-Einmärsche, die fast schon so spektakulär inszeniert wurden, wie beim pro-Wrestling. Stattliche Kampfbörsen und vor allem natürlich weltklasse-fighter.

Aber wer hatte denn nun die besseren Leute? UFC oder Pride? Diese Frage spaltete Fans und Experten damals wie heute, ist allerdings mit einem einzigen Artikel eigentlich nicht zu beantworten, weshalb wir uns heute erst einmal nur mit der Schwergewichtsklasse beschäftigen wollen.

Da hätten wir natürlich zunächst mal Prides Aushängeschilder im Schwergewicht. Als da wären einer der besten submission-fighter im HW, den die MMA-Szene je gesehen hat, „Minotauro“ Nogueira.

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        „Minotauro“ Nogueira

Dann wäre da die „Croatian Sensation“ Mirko Crocop, seines Zeichens einer der (wenn nicht DER) beste striker im MMA zu jener Zeit. 

Mirko Crocop

              Mirko Crocop

Und als die alles überstrahlende Speerspitze der Organisation. Der kompletteste MMA-fighter, den die Welt bis dahin gesehen hatte. Fedor Emelianenko! Fedor galt seinerzeit als das Maß aller Dinge im MMA weltweit und wird noch heute als einer der besten MMA`ler aller Zeiten angesehen.

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                Fedor Emelianenko

Und wer waren nun zwischen 1997 und 2007 die besten HW`s der UFC? Hm, in dieser Zeit wechselte der Titel relativ häufig und ob Mark Coleman, Kevin Randleman, Maurice Smith, Tim Sylvia, Ricco Rodriguez oder Andrei Arlovski. Sie alle waren ohne Frage solide bis gute Leute, hatten aber gewiß nicht das Format von Crocop, Fedor oder Minotauro. Einzig Randy Couture und Frank Mir waren ganz sicher auf deren Level.

Randy Couture

                            Randy Couture

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                                   Frank Mir

Josh Barnett kann man eigentlich keiner der beiden Organisationen zurechnen, da er nahezu gleich viele Kämpfe für die UFC und Pride bestritt. Bedenkt man jetzt noch, dass ein Mark Hunt, der heute mit 40 Jahren noch in der UFC immer wieder für Furore sorgt, damals HINTER Crocop, Fedor und Big Nog anzusiedeln war, muss man insgesamt konstatieren, dass das Pride HW in der Spitze wohl schon etwas besser bestückt war. Woran es dann letztlich lag, dass Hunt und Big Nog die Umstellung vom Pride-Ring auf ein Oktagon sehr viel besser bewältigten, als Crocop und Fedor; darüber kann man nur spekulieren. Haben die letztgenannten ihren Zenit nur viel früher überschritten als Nogueira und Hunt oder kamen sie einfach nicht mit der Umstellung vom Ring aufs Oktagon zurecht? Man wird es wohl nie erfahren

Fazit:

Crocop, Fedor und Big Nog waren besser als nahezu alles, was die UFC in dieser Zeit zu bieten hatte. Die einzigen „Lichtblicke“ in der UFC damals waren Couture und Mir, die sicher auch in Pride ganz oben mitgemischt hätten.

Insgesamt also 1:0 für Pride FC

Im nächsten Teil beschäftigen wir uns mit dem lhw, dem Halbschwergewicht. Wer hatte da wohl die Nase vorn?…

Hier nochmal Dan Hendersons bescheidene Meinung zu der Debatte:

 

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