Braucht die UFC Brock Lesnar? (inkl. Video)

by Remo ~ April 28th, 2015

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Braucht die UFC Brock Lesnar?

In den letzten Monaten verdichten sich die Gerüchte, dass Brock Lesnar kurz vor einer Rückkehr zur UFC steht. Doch braucht die UFC überhaupt einen Brock Lesnar? Oder braucht Brock Lesnar die UFC? Wer braucht hier eigentlich wen?

Als die UFC die erste Verpflichtung Lesnars vor etwa 8 Jahren bekannt gab, rümpften bereits viele MMA-Fans die Nase. Ein Pro-Wrestler in der UFC? Ein Mann, der mit abgesprochenen Pseudo-Kämpfen Karriere gemacht hatte, sollte ein Oktagon teilen mit richtigen, echten Kämpfern?! Das mutete für viele MMA-Fans schon damals wie eine unverzeihliche Entweihung des Oktagons an. Auch viele seiner neuen „Konkurrenten“ standen dieser Idee doch eher skeptisch gegenüber, Lesnar wurde wegen seiner Pro-Westling-Vergangenheit von den „Platzhirschen“ mitleidig belächelt und ihm wurde mal mehr, mal weniger öffentlich die Berechtigung abgesprochen, mit den Top-Leuten der UFC ein Oktagon zu teilen. Viele schienen sich die Hände zu reiben; sahen sie doch die Möglichkeit, diesem „greenhorn“ eine gehörige Abreibung zu verpassen, da er ja ohnehin nur wegen seines Namens und seiner imposanten Statur verpflichtet wurde.

Allen voran UFC-Legende Frank Mir wurde nicht müde, zu betonen, wie unwürdig Brock Lesnar eigentlich für diesen Sport sei. Und so kam es, dass Frank Mir Brock Lesnars erster Gegner in der UFC wurde. Nachdem sich Lesnar gegen Mir zwar überraschend gut behaupten konnte, letztlich aber doch durch einen kneebar verlor, sahen sich sämtliche Kritiker bestätigt. Lesnar war zwar physisch ein Monster, hatte allerdings ausser roher Gewalt nichts zu bieten und würde gegen jeden technisch versierten MMA`ler unweigerlich verlieren. Schließlich hatte das Frank Mir ja gerade bewiesen.

Was viele allerdings übersahen, war, dass Lesnar vor seiner Pro-Wrestling Karriere ein exzellenter, hochdekorierter Ringer war. Und dass sich ein guter Ringer-Backround als ein hervorragendes Fundament für eine spätere MMA-Karriere erwiesen hat, haben Leute wie Dan Severn, Randy Couture, Dan Henderson, Mark Coleman, Daniel Cormier und viele andere längst unter Beweis gestellt.

Zudem arbeitete Lesnar hart an seinen Schwächen im MMA und so strafte er viele Kritiker Lügen, als er in der Folge Heath Herring, Randy Couture um den UFC heavyweight title, Frank Mir im Rückkampf und Shane Carwin sogar durch submission besiegte. Zwar verlor er seinen Titel gegen den vielleicht besten Schwergewichtler aller Zeiten Cain Velasquez und unterlag auch in seinem vorerst letzten Kampf in der UFC gegen Alistair Overeem, doch muss man zugeben, dass ihm die Erfolge in der UFC zu Beginn nicht viele Leute zugetraut hatten. Er hat die Kritiker durch Leistung mundtot gemacht und bewiesen, dass er sehr wohl seine Daseinsberechtigung im MMA hat.

Nun steht seine Rückkehr also kurz bevor und wieder mehren sich die Stimmen, die ihm eben diese absprechen. Allerdings begegnet man ihm nach seiner „ersten“ UFC-Karriere nun womöglich etwas respektvoller, denn er hat bereits bewiesen, dass er keinesfalls nur das prominente Kanonenfutter ist, als das ihn anfangs viele MMA-Fans und auch Kämpfer gesehen haben.

Braucht die UFC nun also Brock Lesnar? Ich sage ja! Lesnar ist ein großer Name, ist noch immer von imposanter Statur und bringt etwas Schwung in das derzeitige heavyweight. Ausserdem verkauft ein Brock Lesnar zweifellos noch immer jede Menge payperviews, lockt  zahlende Fans in die Hallen und bringt der UFC und dem MMA generell eine Menge Aufmerksamkeit.

Ja, die UFC braucht Brock Lesnar!

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